Der Echte Salbei
Schon die Schule von Salerno, eine der ersten medizinischen Hochschulen im mittelalterlichen Europa, würdigte den Echten Salbei: „Warum stirbt der Mensch, wenn Salbei wächst im Garten?“ So einfach ist es leider nicht. Denn die – leider – richtige Antwort darauf lautet: „Weil es gegen die Macht des Todes kein Kraut im Garten gibt.“
Doch wird dem seit dem Altertum hoch geschätzten Salbei eine Heilkraft zugeschrieben, die den Eindruck erweckt, als sei er zumindest nahe daran gewesen, den Tod zu besiegen. Das zeigt sich auch im lateinischen Namen der Pflanze: Salvia officinalis lautet dieser; Salvia kommt von lateinisch „salvare“, und das bedeutet heilen.
Der Lippenblütler Salbei ist ein im Mittelmeerraum beheimateter, bis etwa 60 Zentimeter hoher, immergrüner Halbstrauch. Sein vierkantiger Stängel verholzt am Grunde und ist im oberen Bereich, genau wie die ovalen Blätter, weißfilzig behaart. Die gestielten Blätter stehen gegenständig, sind tief gerunzelt und mit Öldrüsen besetzt. Im Juni bis Juli erscheinen die lila- bis hellvioletten Blüten. Sie stehen in Quirlen. Um ein besseres Aroma in den Blättern zu fördern, sollten die Blütenknospen vor der Blüte entfernt werden. Das ist aber andererseits schade: Der Echte Salbei ist eine hervorragende Bienen- und Hummelweide. Die Pflanze gedeiht am besten auf kalkreichem, steinigem und trockenem Boden.
Aufgrund seiner Herkunft ist der Salbei in strengen Wintern nicht ganz frosthart. Er braucht dann etwas Schutz. Aber seine Regenerationsfähigkeit ist legendär: Selbst wenn die Pflanze weit zurückfriert und dabei (untypischerweise) ihre Blätter verliert, erholt sie sich doch meist im Frühling und treibt wieder aus – ein Beweis für ihre heilende Kraft?
Salbei ist nicht nur ein Muss für jeden Heilpflanzengarten. Er ist eine Gewürzpflanze für die (nicht nur mediterrane) Küche und sieht einfach hübsch aus. Vor allem die Sorten mit den bunten Blättern setzen farbliche Akzente ins Staudenbeet, die den ganzen Sommer hindurch ihre dekorative Wirkung entfalten.
Doch bei aller Heilkraft ist Vorsicht geboten: Thujon zeigt eine abortive Wirkung und ist bei Überdosierung giftig. Vor allem Schwangere sollten daher einen vorsichtigen Umgang mit Salbei und seinen Auszügen pflegen oder noch besser ganz darauf verzichten. Eine exakte Dosierung ist Voraussetzung, bei Überdosierung kann es zu Schwindel, Herzklopfen und Übelkeit kommen. Und auch vor einer dauerhaften Einnahme wird gewarnt.
Weniger bekannt ist seine Wirkung gegen Entzündungen im weiblichen Genitalbereich: Die antimikrobielle, antivirale und antimykotische Wirkung des ätherischen Öls hilft in Form von Spülungen bei Befall von Candida und verschiedenen Bakterienstämmen im Scheidenbereich; Sitzbäder lindern das Wundsein des Scheideneingangs. Überhaupt ist der Salbei auch ein Frauenkraut: Dem Tee beigemengt hilft er den Milchfluss auf sanfte Weise stoppen. Er unterstützt so das Abstillen und hilft, Milchstau zu verhindern. Die übermäßige Schweißbildung in der Pubertät oder im Klimakterium bezwingt man ebenfalls mit Salbei, als kalter Tee getrunken oder durch Waschungen mit Salbeiessig. Bei Erkältungskrankheiten hingegen wirkt der heiß getrunkene Tee Schweiß treibend.
Die Homöopathie bedient sich des Salbeis bei Erkrankungen des Zentralnervensystems und bei Störungen der Schweißsekretion.
In der traditionellen chinesischen Medizin wird Salbei auch bei Schlaflosigkeit, Hepatitis und Nesselsucht verwendet, er soll auch bei Menstruations- und Bauchbeschwerden helfen.
Als Teezubereitung nimmt man einen Löffel getrockneter Blätter für eine Tasse Tee und überbrüht sie mit heißem Wasser. Nach zehn Minuten abseihen. Heiß getrunken regt er die Schweißbildung an und hilft daher gegen Erkältungskrankheiten. Kalt oder lauwarm getrunken hingegen reguliert er sanft die übermäßige Schweißbildung. In gleicher Weise kann man auch Gurgelwasser herstellen.
Ein Sitzbad bereitet man mit etwa acht bis zehn Esslöffeln Salbeiblättern, die mit zwei Litern Wasser heiß überbrüht werden. Nach 20 Minuten abseihen und den Sud dem Sitzbad beigeben.
Salbeitinktur stellt man her, indem man etwa fünf Gramm getrocknete, fein zerriebene Salbeiblätter in 70-prozentigem Alkohol (100 ml) etwa vier Wochen lang in einem dunklen Gefäß ziehen lässt. Danach abfiltern und umfüllen. Entzündete Stellen im Mund damit eintupfen oder einige Tropfen in Wasser geben und damit den Mund spülen.
Leckere Rezepte mit Salbei finden Sie unter Essen und Trinken:
Salbeipüree
Karamellisiertes Ofenweißkraut mit gebratenem Salbei
Der Lippenblütler Salbei ist ein im Mittelmeerraum beheimateter, bis etwa 60 Zentimeter hoher, immergrüner Halbstrauch. Sein vierkantiger Stängel verholzt am Grunde und ist im oberen Bereich, genau wie die ovalen Blätter, weißfilzig behaart. Die gestielten Blätter stehen gegenständig, sind tief gerunzelt und mit Öldrüsen besetzt. Im Juni bis Juli erscheinen die lila- bis hellvioletten Blüten. Sie stehen in Quirlen. Um ein besseres Aroma in den Blättern zu fördern, sollten die Blütenknospen vor der Blüte entfernt werden. Das ist aber andererseits schade: Der Echte Salbei ist eine hervorragende Bienen- und Hummelweide. Die Pflanze gedeiht am besten auf kalkreichem, steinigem und trockenem Boden.
Aufgrund seiner Herkunft ist der Salbei in strengen Wintern nicht ganz frosthart. Er braucht dann etwas Schutz. Aber seine Regenerationsfähigkeit ist legendär: Selbst wenn die Pflanze weit zurückfriert und dabei (untypischerweise) ihre Blätter verliert, erholt sie sich doch meist im Frühling und treibt wieder aus – ein Beweis für ihre heilende Kraft?
Salbei ist nicht nur ein Muss für jeden Heilpflanzengarten. Er ist eine Gewürzpflanze für die (nicht nur mediterrane) Küche und sieht einfach hübsch aus. Vor allem die Sorten mit den bunten Blättern setzen farbliche Akzente ins Staudenbeet, die den ganzen Sommer hindurch ihre dekorative Wirkung entfalten.
Heilkräftige Pflanzenteile und ihre Wirkstoffe
Der Echte Salbei enthält als Hauptwirkstoffe ätherische Öle wie Thujon, Cineol, Borneol und Kampfer, Gerbstoffe wie die Rosmarinsäure und Bitterstoffe. Weiters finden sich als Inhaltsstoffe Flavonoide, Phenolglykoside und Triterpene sowie Salviol, ein östrogenartiges Diterpenol. Verwendet werden ausschließlich die Blätter – Folia salviae. Salbei wird als Tee, für Spülungen und Waschungen, als Badezusatz für Sitzbäder und als alkoholischer Auszug verwendet.Doch bei aller Heilkraft ist Vorsicht geboten: Thujon zeigt eine abortive Wirkung und ist bei Überdosierung giftig. Vor allem Schwangere sollten daher einen vorsichtigen Umgang mit Salbei und seinen Auszügen pflegen oder noch besser ganz darauf verzichten. Eine exakte Dosierung ist Voraussetzung, bei Überdosierung kann es zu Schwindel, Herzklopfen und Übelkeit kommen. Und auch vor einer dauerhaften Einnahme wird gewarnt.
Heilwirkung
Häufig wird Salbei als Gurgelmittel bei Beschwerden im Hals- und Rachenbereich sowie als desinfizierendes Mundwasser bei Entzündungen des Zahnfleisches eingesetzt, oder aber einfach nur zur vorbeugenden Zahnhygiene verwendet. Hintergrund ist seine desinfizierende, antibakterielle Wirkung. Seine Bitterstoffe und ätherischen Öle wirken schleimlösend sowohl im Bereich der Atmungs- als auch der Verdauungsorgane; dort helfen sie bei Blähungen oder Durchfall. Auch Entzündungen der Leber, Galle oder der Harnwege werden mit dem Echten Salbei behandelt. Frische Salbeiblätter als Gewürz in Speisen machen fettes Fleisch bekömmlicher, fördern die Verdauung und regen den Kreislauf an.Weniger bekannt ist seine Wirkung gegen Entzündungen im weiblichen Genitalbereich: Die antimikrobielle, antivirale und antimykotische Wirkung des ätherischen Öls hilft in Form von Spülungen bei Befall von Candida und verschiedenen Bakterienstämmen im Scheidenbereich; Sitzbäder lindern das Wundsein des Scheideneingangs. Überhaupt ist der Salbei auch ein Frauenkraut: Dem Tee beigemengt hilft er den Milchfluss auf sanfte Weise stoppen. Er unterstützt so das Abstillen und hilft, Milchstau zu verhindern. Die übermäßige Schweißbildung in der Pubertät oder im Klimakterium bezwingt man ebenfalls mit Salbei, als kalter Tee getrunken oder durch Waschungen mit Salbeiessig. Bei Erkältungskrankheiten hingegen wirkt der heiß getrunkene Tee Schweiß treibend.
Die Homöopathie bedient sich des Salbeis bei Erkrankungen des Zentralnervensystems und bei Störungen der Schweißsekretion.
In der traditionellen chinesischen Medizin wird Salbei auch bei Schlaflosigkeit, Hepatitis und Nesselsucht verwendet, er soll auch bei Menstruations- und Bauchbeschwerden helfen.
Salbei fängt die Kraft der Sonne ein
Der schweißähnliche Geruch des Salbei zeigt seine Verbindung zum menschlichen Schweiß, auf den er – je nach Art der Anwendung verringernd oder fördernd – eine starke Wirkung hat. Die Blätter sehen aus wie kleine Zungen, und in diesem Bereich wirkt er ebenfalls: Im Mund- und Rachenraum. Als Sonnenpflanze speichert Salbei in seinen ätherischen Ölen deren Kraft und stärkt so die Nerven, Körper und Seele gegen die Unbilden des Alterns. Die graugrünen Blätter trotzen der Kälte; sie bleiben auch im Winter haften und lassen so eine Zuordnung zum Planeten Saturn zu, der über chronische Krankheiten und das Alter herrscht.Sammeln und Zubereiten
Salbeiblätter sammelt man von nicht blühenden Pflanzen im Mai bis August. Und zwar an heißen, sonnigen Tagen, weil dann der Ölgehalt am höchsten ist. Die Blätter werden im Schatten getrocknet. Erntet man die ganzen Stängel und trocknet sie in Bündeln, so kann man die trockenen Blätter bei Bedarf einfach abstreifen.Als Teezubereitung nimmt man einen Löffel getrockneter Blätter für eine Tasse Tee und überbrüht sie mit heißem Wasser. Nach zehn Minuten abseihen. Heiß getrunken regt er die Schweißbildung an und hilft daher gegen Erkältungskrankheiten. Kalt oder lauwarm getrunken hingegen reguliert er sanft die übermäßige Schweißbildung. In gleicher Weise kann man auch Gurgelwasser herstellen.
Ein Sitzbad bereitet man mit etwa acht bis zehn Esslöffeln Salbeiblättern, die mit zwei Litern Wasser heiß überbrüht werden. Nach 20 Minuten abseihen und den Sud dem Sitzbad beigeben.
Salbeitinktur stellt man her, indem man etwa fünf Gramm getrocknete, fein zerriebene Salbeiblätter in 70-prozentigem Alkohol (100 ml) etwa vier Wochen lang in einem dunklen Gefäß ziehen lässt. Danach abfiltern und umfüllen. Entzündete Stellen im Mund damit eintupfen oder einige Tropfen in Wasser geben und damit den Mund spülen.
Leckere Rezepte mit Salbei finden Sie unter Essen und Trinken:
Salbeipüree
Karamellisiertes Ofenweißkraut mit gebratenem Salbei
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