Das Echte Mädesüß
Das zu den Rosengewächsen gehörende Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) ist eine ausdauernde, strauchartige Staude und wird bis zu zwei Meter hoch. Die kantigen Stängel sind rötlich gefärbt und verzweigen sich erst im oberen Teil. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, unterseits silbrig-filzig behaart und am Rand gesägt. Ein alter deutscher Name – Rüsterstaude – verweist auf eine Ähnlichkeit der Blätter mit denen der Ulme (Rüster), auch der Artname ulmaria bezieht sich darauf. Auffallend und hübsch sind die cremeweißen Blütenrispen des Mädesüß. Besonders an heißen Sommertagen verströmen sie einen betörend süßen Duft, der an Mandeln und Honig erinnert.
Das Echte Mädesüß sucht die Nähe des Wassers. Es wächst auf feuchten Wiesen und an Ufern von Bächen und Gräben.
Zur Verwendung kommen Blüten und Blätter, aus denen Tee und Mädesüßtinktur bereitet werden. In der Homöopathie wird das Mittel Spiraea ulmaria aus Auszügen aus der frischen Wurzel hergestellt.
Eingesetzt wird es auch zur unterstützenden Behandlung bei Erkältungen und fiebrigen Erkrankungen. Es wirkt fiebersenkend und schmerzstillend. Aufgrund der schweißtreibenden Wirkung und der Erhöhung der Harnmenge leitet es Giftstoffe ab. Das hilft nicht nur bei Fieber, sondern auch bei Ödemen, Wassersucht und Blasen- oder Nierenleiden.
Wegen der diuretischen und entzündungshemmenden Wirkung wird Mädesüßwurzel in der Homöopathie zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen, vor allem Gelenkrheumatismus sowie Gicht und Arthrosen eingesetzt.
Mädesüß hat viele Namen. „Rüsterstaude“ wurde bereits erwähnt. Lonicerus nannte es „Wiesengeißbart“ – im Gegensatz zum Waldgeißbart, der aber botanisch einer anderen Gattung zugehört. „Immenkraut“ stammt von Imme, also einem alten Begriff für die Honigbiene. Bienen besuchen die Blüten gerne, weil sie viel Pollen für die fleißigen Sammlerinnen bereit halten. Imker sollen ihre neuen Bienenstöcke mit der nach Honig duftenden Pflanze eingerieben haben, um die Annahme durch Bienen zu beschleunigen. „Federbusch“ und „Spierstrauch“ beziehen sich auf die Form des Blütenstandes, „Wiesenkönigin“ spielt auf die stattliche Größe der Pflanze an. Aber nicht alle Namen für das Mädesüß sind so hübsch. Wegen ihrer Verwendung bei Durchfallerkrankungen wird sie mancherorts auch „Stopparsch“ genannt.
Sein eigentlicher Name hat aber nichts mit einem „süßen Mädchen“ zu tun. Wahrscheinlicher leitet er sich vom süßen Duft des Mähguts ab, welches die welkende Pflanze enthält. Mede ist nämlich ein alter Begriff für Grasland.
Zugleich war das Mädesüß selbst Namen gebend – genauer gesagt sein früheres lateinisches Synonym Spiraea ulmaria: Der Name des Schmerzmittels Aspirin leitet sich aus dem „A“ für Acetyl und Spirin, der Spiraeasäure (also Salicylsäure), ab.
Bei fiebrigen Erkältungen ist die Zubereitung als Tee sinnvoll. Ein bis zwei Teelöffel getrocknete Blüten oder blühendes Kraut pro Tasse heiß (nicht kochend – das reduziert den Salicylsäuregehalt!) übergießen, zehn Minuten ziehen lassen. Zwei bis drei Tassen über den Tag verteilt ungesüßt und möglichst heiß trinken. Der Geschmack der Blätter ist sehr gewöhnungsbedürftig, Tee nur aus den Blüten deutlich wohlschmeckender!
Die klein geschnittene Wurzel – frisch oder getrocknet – hingegen wird kalt angesetzt. Nach etwa sechs Stunden einmal kurz aufkochen, ein bis zwei Minuten ziehen lassen und abseihen.
Das Echte Mädesüß sucht die Nähe des Wassers. Es wächst auf feuchten Wiesen und an Ufern von Bächen und Gräben.
Heilkräftige Pflanzenteile und ihre Wirkstoffe
Blüten und Wurzeln, in geringerem Maß auch die Blätter, enthalten ätherisches Öl, Salicylsäureverbindungen, Zitronen- und Gerbsäure, Vanillin und Heliotropin. In der Wurzel finden sich das Glukosid Gaultherin und reichlich Kieselsäure. Kampferähnliche Verbindungen, Terpene, Wachs, Fett und der Farbstoff Spiraein kommen in der ganzen Pflanze vor.Zur Verwendung kommen Blüten und Blätter, aus denen Tee und Mädesüßtinktur bereitet werden. In der Homöopathie wird das Mittel Spiraea ulmaria aus Auszügen aus der frischen Wurzel hergestellt.
Heilwirkung
Mädesüß gehört zu den Pflanzen, aus denen man früher die entzündungshemmende und blutverdünnende Salicylsäure gewann. Heutzutage wird Salicylsäure – ein Bestandteil des Schmerzmittels Aspirin – synthetisch gewonnen. Dabei verursacht das „pflanzliche Aspirin“ im Gegensatz zum synthetisch gewonnenen Wirkstoff keine Magenblutungen. Im Gegenteil: Die Salicylsäureverbindungen im Mädesüß neutralisieren überschüssige Magensäure und beugen damit Sodbrennen vor. Mädesüß wird bei säurebedingten Magengeschwüren und anderen Schädigungen der Magenschleimhaut verwendet. Es eignet sich auch zur Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darmtraktes infolge Verdauungsstörungen.Eingesetzt wird es auch zur unterstützenden Behandlung bei Erkältungen und fiebrigen Erkrankungen. Es wirkt fiebersenkend und schmerzstillend. Aufgrund der schweißtreibenden Wirkung und der Erhöhung der Harnmenge leitet es Giftstoffe ab. Das hilft nicht nur bei Fieber, sondern auch bei Ödemen, Wassersucht und Blasen- oder Nierenleiden.
Wegen der diuretischen und entzündungshemmenden Wirkung wird Mädesüßwurzel in der Homöopathie zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen, vor allem Gelenkrheumatismus sowie Gicht und Arthrosen eingesetzt.
Die Jupiterpflanze mit den vielen Namen
Mädesüß ist eine Jupiterpflanze, es fördert die Entspannung, hilft starren, unflexiblen Menschen, sich zu öffnen. Die Blütensignatur und der wassernahe Standort, den die Pflanze bevorzugt, verweisen auf die heilende Wirkung bei Erkrankungen im körpereigenen Wasserhaushalt – das entgiftend wirkende Mädesüß hat in der Signatur einen starken Bezug zur Niere.Mädesüß hat viele Namen. „Rüsterstaude“ wurde bereits erwähnt. Lonicerus nannte es „Wiesengeißbart“ – im Gegensatz zum Waldgeißbart, der aber botanisch einer anderen Gattung zugehört. „Immenkraut“ stammt von Imme, also einem alten Begriff für die Honigbiene. Bienen besuchen die Blüten gerne, weil sie viel Pollen für die fleißigen Sammlerinnen bereit halten. Imker sollen ihre neuen Bienenstöcke mit der nach Honig duftenden Pflanze eingerieben haben, um die Annahme durch Bienen zu beschleunigen. „Federbusch“ und „Spierstrauch“ beziehen sich auf die Form des Blütenstandes, „Wiesenkönigin“ spielt auf die stattliche Größe der Pflanze an. Aber nicht alle Namen für das Mädesüß sind so hübsch. Wegen ihrer Verwendung bei Durchfallerkrankungen wird sie mancherorts auch „Stopparsch“ genannt.
Sein eigentlicher Name hat aber nichts mit einem „süßen Mädchen“ zu tun. Wahrscheinlicher leitet er sich vom süßen Duft des Mähguts ab, welches die welkende Pflanze enthält. Mede ist nämlich ein alter Begriff für Grasland.
Zugleich war das Mädesüß selbst Namen gebend – genauer gesagt sein früheres lateinisches Synonym Spiraea ulmaria: Der Name des Schmerzmittels Aspirin leitet sich aus dem „A“ für Acetyl und Spirin, der Spiraeasäure (also Salicylsäure), ab.
Mädesüß in Haus und Küche
Die Blüten des Mädesüß streute man früher zum Vertreiben übler Gerüche auf den Boden. In England wurde es Duftpotpourris beigegeben. Königin Elisabeth I. schätzte die Pflanze über alles, deshalb war ihr Personal zuhause und auf Reisen stets darauf bedacht, reichlich Mädesüß auszustreuen. Aber auch als aromatisierender Zusatz von Speisen und Getränken fand und findet Mädesüß Verwendung: Es wurde Wein, Bier und Met beigemengt, und bis heute reichen französische und belgische Köche Süßspeisen und Sorbets, denen Mädesüß seine süßlich-herbe Note verleiht – die kleine Leckerei soll nach schwerem Essen Sodbrennen vorbeugen! Legt man die Blüten über Nacht in ungeschlagene Sahne ein, bekommt diese ein ganz besonderes Aroma. Komplett unbedenklich ist die Verwendung allerdings nicht: Mädesüß sollte nicht bei Überempfindlichkeit gegen Salicylate verwendet werden, auch die blutverdünnende Wirkung der Salicylsäure ist zu beachten.Sammeln und Zubereiten
Blätter und Blüten des Echten Mädesüß werden zur Blütezeit im Juni bis August gesammelt. Die Wurzeln gräbt man zeitig im Frühjahr und im Herbst aus. Sie werden an einer Schnur aufgefädelt und genau wie Blüten und Blätter im Schatten bei guter Belüftung getrocknet.Bei fiebrigen Erkältungen ist die Zubereitung als Tee sinnvoll. Ein bis zwei Teelöffel getrocknete Blüten oder blühendes Kraut pro Tasse heiß (nicht kochend – das reduziert den Salicylsäuregehalt!) übergießen, zehn Minuten ziehen lassen. Zwei bis drei Tassen über den Tag verteilt ungesüßt und möglichst heiß trinken. Der Geschmack der Blätter ist sehr gewöhnungsbedürftig, Tee nur aus den Blüten deutlich wohlschmeckender!
Die klein geschnittene Wurzel – frisch oder getrocknet – hingegen wird kalt angesetzt. Nach etwa sechs Stunden einmal kurz aufkochen, ein bis zwei Minuten ziehen lassen und abseihen.
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