Bereits vor über zehn Jahren entdeckten Forscher im menschlichen Erbgut das Gen HLA B57. HIV-Infizierte, die dieses Gen besitzen, erkranken spät und langsam an der Immunkrankheit Aids. Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology in Cambridge haben nun erstmals eine mögliche Erklärung dafür gefunden, wie dieser natürliche Schutz zustande kommt: Menschen mit dem „Wunder-Gen“ können demnach außergewöhnlich wirksame T-Zellen bilden. Selbst wenn das Virus mutiert ist, können die T-Killerzellen HIV-infizierte Zellen besonders treffsicher erkennen. Die amerikanischen Forscher hoffen nun, auf Basis dieser neuen Erkenntnisse einen Impfstoff gegen Aids entwickeln zu können. Der Infektiologe Gerd Fätkenheuer warnt jedoch vor allzu hohen Erwartungen: „Das ist alles noch sehr vage."
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