Allensbach-Studie September 2010

Naturheilmittel genießen hohe Akzeptanz

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Demnach haben sieben von zehn Bundesbürgern haben im Krankheitsfall schon einmal auf Naturheilmittel zurückgegriffen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Naturheilmittel kein Mode-Trend sind, sondern in einer breiten Schicht der Bevölkerung ganz selbstverständlich angewendet werden. Und: Fast 90% aller Anwender, die Wert auf die Herkunft der Inhaltsstoffe legen, bevorzugen Naturheilmittel aus heimischen Pflanzen.

Vertrauen zur Natur

Während 1970 etwa die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal Naturheilmittel eingenommen hatte, stieg dieser Anteil bis zum Jahr 2010 auf 72 Prozent. Vor allem Frauen setzen verstärkt auf alternative Wirkstoffe. Ihr Anteil unter den Anwendern liegt heute bei 79 Prozent (Männer 62 Prozent).  Damit ist der Anteil der weiblichen Anwender überdurchschnittlich stark gewachsen.

Besonders wirksam bei Erkältungen
Verbraucher nutzen Naturheilmittel heute gegen eine breite Palette von Beschwerden. Besonders erfolgreich ist die Einnahme bei Erkältungskrankheiten. Hier gaben knapp 80 Prozent der Befragten an, dass Naturheilmittel bei der Genesung geholfen haben. 1970 konnte nur 40 Prozent der Anwender eine Besserung bei Erkältungen feststellen, d.h. ihr Anteil hat sich seitdem verdoppelt.
Weitere häufige Anwendungsgebiete von Naturheilmitteln sind Magen- und Verdauungsbeschwerden, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen. Hier bescheinigte jeder Dritte Anwender die Wirksamkeit von Naturheilmitteln. Auffällig ist, dass Frauen bei fast allen Beschwerden die Wirksamkeit natürlicher Wirkstoffe deutlich höher einschätzen als Männer. So gaben z.B. 36 Prozent der befragten Frauen an, dass sich ihre Schlaflosigkeit durch Naturheilmittel verbessert hätte. Von den Männern empfanden nur 24 Prozent der Teilnehmer einen positiven Effekt. Nur jeder zwölfte Befragte spricht alternativen Mitteln jegliche Wirkung ab. Dass diese Beschwerden so häufig mit Naturheilmitteln behandelt werden, könnte auf eine gewisse Unzufriedenheit mit Präparaten aus der Schulmedizin schließen lassen.

Heimische Pflanzen bevorzugt

Für jeden vierten Anwender von Naturheilmitteln ist es wichtig zu wissen, ob die Wirkstoffe der Präparate aus heimischen oder exotischen Pflanzen stammen. Fast 90 Prozent dieser Anwender bevorzugen dabei Inhaltsstoffe aus heimischen Pflanzen. Nur 4 Prozent gaben Pflanzen aus Asien oder Südamerika den Vorzug.

Besonders positiv sehen die Befragten Naturheilmittel hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen. Auf einer Skala von 0 (= sehr gering) bis 10 (= sehr groß) kamen alternative Wirkstoffe auf einen Durchschnittswert von 2,8. Bei chemischen Arzneien wurde die Gefahr auftretender Nebenwirkungen mit einem Durchschnittswert von 6,5 wesentlich höher eingeschätzt.

Die Auftraggeber der Studie sehen sich darin bestätigt, auf die Inhaltsstoffe heimischer Pflanzen zu setzen. Ein großer Teil der Anwender bescheinige Naturheilmitteln eine hohe Wirksamkeit. Deshalb sei es aus Sicht der Verbraucher völlig unverständlich, dass die Krankenkassen im Zuge der Gesundheitsreform keine Kosten mehr für Naturheilmittel erstatten", schlussfolgert das Unternehmen.

www.pandalis.de/naturheilmittel.pdf

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