- Kurz definiert
- Woher kommt die Akupressur?
- Was passiert bei der Akupressur?
- Welche Verfahrensweisen gibt es?
- Was zeichnet das Verfahren aus?
- Akupressur – ideal für die Selbstbehandlung
- Für wen eignet sich die Akupressur und bei welchen Beschwerden?
- Wann darf die Akupressur nicht angewendet werden?
- Qualifizierte Therapeuten finden
- Mit Akupressur gegen Kopfschmerzen – der kleine Praxistipp
- Weiterführende Literatur
- Kurz definiert
- Woher kommt die Akupressur?
- Was passiert bei der Akupressur?
- Welche Verfahrensweisen gibt es?
- Was zeichnet das Verfahren aus?
- Akupressur – ideal für die Selbstbehandlung
- Für wen eignet sich die Akupressur und bei welchen Beschwerden?
- Wann darf die Akupressur nicht angewendet werden?
- Qualifizierte Therapeuten finden
- Mit Akupressur gegen Kopfschmerzen – der kleine Praxistipp
- Weiterführende Literatur
Kurz definiert
Bei der Akupressur wird mit den Fingerkuppen, Daumen, Handflächen oder sogar den Ellenbogen an bestimmten Punkten der Körperoberfläche Druck ausgeübt, um den Energiefluss in den darunter liegenden Energiebahnen zu stimulieren. Diese Druckpunktmassage gehört zu den klassischen Behandlungsverfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), genau wie die Akupunktur, die zur Stimulation feine Nadeln einsetzt.
Woher kommt die Akupressur?
Die Akupressur wurde schon um 3000 v. Chr. von chinesischen Heilkundigen entwickelt. Sie gehört als Teil der chinesischen Tuina-Massage zu den wichtigen Therapieformen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die ein ganzheitliches asiatisches Medizinsystem bereitstellt. Wie das therapeutische Konzept der Akupunktur , so basiert auch die Akupressur auf der traditionellen chinesischen Lehre von den Meridianen, in denen die Lebensenergie Qi durch unseren Körper fließt. Zusammen mit weiteren asiatischen Druckmassagetechniken – etwa dem ursprünglich aus Japan stammenden Shiatsu – wurde die Akupressur während der letzten Jahrzehnte in Europa immer beliebter. Hier hat man sie auch ständig erweitert. So werden im Rahmen einer Akupressur-Behandlung heute nicht nur die altbekannten Punkte auf den Energieleitbahnen massiert, sondern auch weitere so genannte Schmerzpunkte, mit denen man Leiden lindern und organische Fehlfunktionen positiv beeinflussen kann.Was passiert bei der Akupressur?
Abhängig von der individuellen Diagnose bzw. von der erwünschten schmerzlindernden Wirkung wählt der Behandelnde zunächst die entsprechenden Akupunktur-Punkte auf der Körperoberfläche aus; diese werden dann mit kreisenden Bewegungen massiert. Das nimmt pro Punkt zwischen fünf Sekunden und zwei Minuten in Anspruch. Für die Druckmassage der einzelnen Punkte können Daumen, Fingerkuppen, Handrücken und sogar die Ellenbogen eingesetzt werden. Meist ist der Druck sanft; unter Umständen kann der Therapeut an bestimmten Punkten aber auch großen Druck sogar unter Einsatz seines Körpergewichts ausüben. Durch Abwechslung bei den verwendeten Handgriffen kann der Energieausgleich effizient angeregt und eine Kräftigung des Körpers erreicht werden. Sanfte Massagen stimulieren den Organismus zusätzlich.Welche Verfahrensweisen gibt es?
Eine Behandlung mit Akupressur kann in vier Varianten erfolgen: Der Therapeut kann drücken, reiben, kneten oder klopfen, um den gewünschten Behandlungserfolg zu erreichen. Unabhängig von der gewählten Variante sollte der Heilung Suchende bei der Behandlung vollkommen entspannt sein und die Massage mental begleiten. Eine Behandlung dauert in der Regel eine halbe Stunde.Was zeichnet das Verfahren aus?
In der Traditionellen Chinesischen Medizin zählt die Akupressur zu den so genannten Haupt- oder Ergänzungsbehandlungen. Sie wird insbesondere für die Therapie des Bewegungsapparats, der Nervenbahnen und Muskeln angewendet. Auch bei weiteren körperlichen und seelischen Problemen kann ihr Einsatz vorteilhaft sein.Akupressur – ideal für die Selbstbehandlung
Während die wesentlich aufwändigere Akupunktur nur von heilkundlichen Fachleuten mit langer Erfahrung ausgeübt wird, kann sich jeder interessierte Laie in kurzer Zeit die Basisregeln der Akupressur aneignen. In der Tat ist dieses Verfahren ideal für die Selbstbehandlung, da man dafür keinerlei Geräte und sonstige Instrumente benötigt. Die eigenen Finger und Hände genügen völlig, um gegen die kleinen Beschwerden des Alltags – etwa einen verspannten Nacken, Kopfschmerz oder Stresssymptome – gezielt vorzugehen. Als Selbstbehandlung wird die Akupressur heute in China von vielen Menschen angewendet, vor allem gegen Ermüdung, zur Entspannung und um Erkrankungen vorzubeugen.Für wen eignet sich die Akupressur und bei welchen Beschwerden?
Grundsätzlich kann die Akupressur bei Menschen aller Altersgruppen angewendet werden. So kommt sie bei Befindlichkeitsstörungen zum Einsatz, beispielsweise bei Schlafstörungen, Nervosität, Stress und allgemeinen gynäkologischen Problemen. Erfolgreich anwenden lässt sich diese Therapieform auch bei Leiden, die sich aus der funktionellen Störung von Organen und Organsystemen ergeben, also z.B. bei Gelenk- und Muskelbeschwerden, Verdauungsstörungen und Stoffwechselerkrankungen, Kreislaufleiden und Atemwegsbeschwerden. Auch bei spezifischen Schmerzzuständen wie Migräne, Kopf- und Zahnweh, Rücken- und Gelenkschmerzen sowie chronischen Schmerzen und Übelkeit kann man mit Hilfe der Akupressur eine prompte Linderung erreichen.Ein weiterer Vorteil der Akupunktur: Man kann sie beschwerdeorientiert und punktuell anwenden, ohne das umfassende Regelwerk und die fundamentale Philosophie der TCM zu kennen. Vielen Menschen hilft die Akupressur gezielt dann, wenn sie z.B. an einer Kopfweh-Attacke, an akuter Übelkeit, Reisekrankheit oder Migräne leiden.
Wann darf die Akupressur nicht angewendet werden?
Aus therapeutischer Sicht hat sich die Akupressur hauptsächlich bei funktionellen Störungen von Organen, Muskeln, Gelenken und Knochen bewährt. Liegen an diesen Körperteilen aber bereits Schädigungen vor, sollte man auf den Einsatz der Akupressur verzichten. Bei einer ganzen Reihe von Erkrankungen darf sie nicht angewendet werden, so z. B. bei Krampfadern, Thrombosen und weiteren Leiden des Gefäßsystems, bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Entzündungen, Infektionskrankheiten, Osteoporose, Tumoren und bei frischen Verletzungen.Wichtig sind auch Einschränkungen der Anwendung unter bestimmten Umständen: So sollte während einer Schwangerschaft die Behandlung der Hormonpunkte unterbleiben. Und bei schweren inneren Erkrankungen darf man die Leib- und Unterleibspunkte nicht durch Druckmassage stimulieren. Auch an der Halswirbelssäule ist nach Verletzungen Vorsicht geboten.
Qualifizierte Therapeuten finden
Die Ausbildung zum Experten für Akupressur wird von zahlreichen Heilpraktiker-Schulen und weiteren Qualifizierungsinstituten angeboten. Sie wird mit einem Zertifikat abgeschlossen, das die geprüfte heilkundliche Kompetenz des Therapeuten dokumentiert.Mit Akupressur gegen Kopfschmerzen – der kleine Praxistipp
Akuter Kopfschmerz kann viele Ursachen haben. Gegen Kopfweh, das auf harmlosen Ursachen basiert, kann jeder sofort etwas unternehmen – mit Hilfe der Akupressur.- Pressen Sie die Spitzen von Daumen und Zeigefinger gegen die Mitte der Nasenwurzel.
- Dann drücken Sie die Kuppe jedes Zeigefingers in die Vertiefung hinter den Ohren.
- Nun die beiden Schmerzpunkte über den Augenbrauen mit sanftem Druck massieren.
- Als Hilfspunkt für die Verstärkung der Wirkung können Sie den Pulspunkt an der Innenseite des linken Handgelenks anregen.
Weiterführende Literatur
- Franz Wagner: Akupressur, Graefe und Unzer Verlag 2008, ISBN 978-3833814242
Weiterführende Links Viele weitere Informationen zur Selbstbehandlung und Akupressurpunkte
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