Entgiftung
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Entgiftung

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Kurz definiert

Zu den lebenswichtigen Funktionen des menschlichen Körpers gehört seine Fähigkeit, nicht mehr benötigte und schädliche Stoffe auszuscheiden. Diese Fähigkeit bezeichnet man als natürliche Entgiftung. Grundsätzlich wird der Organismus in jedem Augenblick über Haut, Atmung, Darm etc. von körpereigenen Stoffwechselprodukten und weiteren Verbrauchsprodukten entgiftet. Dazu kommen aber noch viele weitere Substanzen aus Nahrung, Umwelt, Genussmitteln etc., die häufig nicht mehr vollständig ausgeschieden und stattdessen im Körper angelagert werden. Hier ist es notwendig, den Körper zu unterstützen; und auch diese Maßnahmen bezeichnet man als Entgiftung.

Woher stammt das Verfahren?

Spezielle Kuren zur Entgiftung und Entschlackung des Körpers kannte und nutzte man zu allen Zeiten und wohl auch in allen Kulturen. Entsprechende Anleitungen und Regeln sind in den traditionellen naturheilkundlichen Systemen aus Indien, China und Europa enthalten (z.B. im Ayurveda). Im Christentum wird dafür beispielsweise schon seit Jahrhunderten die sogenannte Fastenzeit vor dem Osterfest genutzt. Dabei geht es während einer Phase des Fastens (FASTEN) nicht nur darum, dem Körper Nahrung zu entziehen und Gewicht zu reduzieren. Fast noch wichtiger sind Impulse und Prozesse zur Aktivierung körpereigener Entgiftungsmechanismen, da diese Maßnahme ein nützlicher Baustein in der aktiven Gesunderhaltung ist.

An die lange Tradition rund um das Fasten brauchten moderne Therapeuten mit ihren unterschiedlichen Konzepten zur Entgiftung, Entschlackung und Entwässerung nur anzuknüpfen. Heute gibt es eine Vielzahl von Konzepten und Präparaten auf naturheilkundlicher bzw. pflanzlicher Basis, die die natürliche Leistungsfähigkeit des Körpers in diesem Bereich nachhaltig fördern. Damit verbunden ist stets eine Förderung von Wohlbefinden und der Gesunderhaltung.

Worum geht es bei der Entgiftung?

Das Leben im 21. Jahrhundert bringt es mit sich, dass der Körper neben einer Vielzahl von Rest- und Abbaustoffen aus dem eigenen Stoffwechsel mit zahlreichen weiteren Substanzen fertig werden muss. Dazu zählen Stoffe, die sich aus einer falschen oder zu reichhaltigen Ernährung ergeben (Oxalsäure, Harnsäure etc. Da es sich hierbei häufig um Säuren handelt, kann zur Entlastung des Körpers das spezielle Verfahren der Entsäuerung gewählt werden.)
Zu den belastenden Stoffen zählen aber auch Gifte aus Genussmitteln (Nikotin, Alkohol), aus der Umwelt (Pestizide, Farbstoffe, Holzschutzmittel etc.) sowie weitere Substanzen, z. B. Schwermetalle (Quecksilber, Palladium) aus Zahnfüllungen.

Um die nicht mehr benötigten Stoffe aus dem Organismus auszuscheiden, verfügt der menschliche Körper über ein effizientes und sehr leistungsfähiges Entgiftungssystem. Dabei arbeiten mehrere organische Entgiftungseinheiten eng zusammen. An erster Stelle ist der Darm zu nennen. Hier werden Abfallstoffe aus der Blutbahn in der Darmschleimhaut zwischengelagert und dann mit dem Stuhlgang abgegeben. Stoffe, die der Darm nicht aufnehmen kann, werden zum Teil auch über Leber und Galle in den Speisebrei transportiert. Das macht es möglich, sie über den normalen Verdauungsweg zu entsorgen, birgt aber das Problem, dass sie bereits im Dünndarm erneut vom Körper aufgenommen werden können.
Zahlreiche Gift- und Schadstoffe werden über die Leber und die Nieren herausgefiltert und ausgeschieden. Gerade beim Thema Nieren ist es aber wichtig zu wissen, dass sie nur kleine Moleküle aus dem Blut filtern können. Schadstoffe mit großen und langen Molekülen (also z. B. Schwermetalle, Pflanzenschutzmittel etc.) können die Nieren kaum zurückhalten. Solche Stoffe verbleiben damit zum größten Teil im Körper. Gifte, die der Körper über Leber, Nieren und Darm nicht ausscheiden kann, versucht er über die Lungen und die Atemluft sowie die Haut nach außen abzugeben.

Gelingt es diesem natürlichen und in jeder Lebenssekunde ablaufenden Entgiftungsmechanismus des Körpers nicht, die schädlichen Stoffe vollständig auszuscheiden, bleibt nur ein Ausweg: Sie werden im Körper eingelagert. Dabei werden zunächst die sogenannten Speicherorgane belegt, also Muskeln, Binde- und Fettgewebe sowie insbesondere die Gelenke. Sind diese Speicherorgane irgendwann gefüllt, werden Schadstoffe und Gifte auch in den lebenswichtigen inneren Organen abgelagert.

Wie wirkt die Entgiftung?

Entgiftung unterstützt den Körper bei der Auscheidung von belastenden Stoffen. Dafür gibt es eine ganze Reihe pflanzlicher Wirkstoffe und homöopathischer (Homöopathie) Mittel. Das Ziel ihrer Anwendung ist es, den Stoffwechsel so umzustellen, dass eingelagerte Gifte und Abfallstoffe freigesetzt und zuverlässig der Ausscheidung zugeführt werden. Für die Inangriffnahme einer solchen Entgiftungskur sind zwei Dinge von besonderer Bedeutung: Es gilt, die für die Entgiftung zuständigen Organe im Körper zu schützen und zu unterstützen. Zweitens muss der Vorgang der Entgiftung langsam vonstatten gehen, sonst entsteht die Gefahr der Überlastung und Schädigung bestimmter Organe.

Welche Verfahrensweisen gibt es?

Um den Körper bei seiner Aufgabe der Entgiftung wirkungsvoll zu unterstützen, kann man an den unterschiedlichen Elementen seines natürlichen Entgiftungssystems ansetzen.

Grundsätzlich sollte sich eine Entgiftungskur zunächst auf den Darm konzentrieren, da er das größte Entgiftungsorgan des Körpers darstellt. Zu den effizienten Methoden gehören Einläufe zur Lösung der in den Darmwänden abgelagerten Schlacken sowie die Einnahme von kolloidalen Mineralien. Diese helfen, die Gifte aus der Darmwand herauszulösen. Die ergänzende Einnahme von Enzymen kann dabei helfen, eine langsame Verdauung anzuregen und Schlacken im Körper aufzulösen. Einen weiteren Schritt in diesem Bereich stellt die regelmäßig durchgeführte Darmsanierung dar. Eine spezielle therapeutische Maßnahme in diesem Bereich ist beispielsweise Kahuna, die auf uraltem Heilwissen aus Hawaii basiert.

Parallel ist es wichtig, auch die Nieren zu unterstützen. Dazu sollte man viel kohlensäurefreies Mineral- oder Quellwasser bzw. grünen Tee oder Kräutertee trinken. Als Faustregel dafür gilt 1 Liter Flüssigkeit pro 25 kg Körpergewicht.
Das Entgiftungsorgan Haut lässt sich am besten durch Bäder mit speziellen basischen Badesalzen oder Saunagänge mit Salzeinreibungen und Bürstenmassagen unterstützen. Auch Maßnahmen der WASSERTHERAPIE werden erfolgreich angewendet. Als neues und sehr wirkungsvolles Mittel sind erst vor kurzem sogenannte japanische Baumessig-Pflaster hinzugekommen. Sie werden für die Zeit der Nachtruhe auf die Fußsohlen geklebt und können insbesondere großmolekulare Gifte wie Schwermetalle etc. aus dem Körper ziehen. Für die wirkungsvolle Unterstützung der Haut ist außerdem eine gute Hautpflege mit Kosmetik ohne Farb- und  Konservierungsstoffe wichtig.
Werden die zentralen Entgiftungsorgane Darm, Nieren und Haut in ihrer Tätigkeit konsequent unterstützt, entlastet dies auch die Leber. Auf diese kann man nicht wie bei den anderen Organen direkt einwirken. Ihre Entlastung ergibt sich gleichsam automatisch aus der Stärkung der anderen Organsysteme; mit einer gezielten  Umstellung der Ernährung kann die Leber in ihrer Funktion nachhaltig gestärkt werden.

Abschließend sei auch das Thema Vorbeugung erwähnt: Entgiftung ist von großem Vorteil. Mindestens ebenso wichtig ist es aber auch, möglichst wenig neue Giftstoffe aufzunehmen. Hier ist eine Ernährung ohne Konservierungsstoffe entscheidend; ebenso wichtig ist es, gutes Wasser zu trinken. Pilzbefall in Wand und Tapete, behandelte Teppichböden und Möbel oder chemische Putzmittel können ebenfalls Gifte absondern und sollten deshalb vermieden werden. Das gilt auch für Hautcremes mit schädlichen Zusatzstoffen, die über die Epidermis in den Körper gelangen.

Ideal für Selbstanwendung

Nach der entsprechenden Konsultation eines Arztes oder Heilpraktikers kann man Maßnahmen der Entgiftung gut und regelmäßig in Selbstanwendung durchführen. Viele Patienten nutzen dafür aber auch das Angebot von Kliniken, Wellness-Hotels und Gesundheitszentren, um nicht nur dem Körper, sondern auch dem Geist eine Auszeit vom Alltag zu gönnen.

Qualifizierten Therapeuten finden

Erfahrene naturheilkundliche Therapeuten für eine Entgiftungskur findet man im Anbieterbereich von Yilangi.

Weiterführende Literatur

    • Margot Hellmiß: Mein Entgiftungsprogramm. Entschlacken – Entsäuern – Entwässern, Südwest-Verlag 2009, ISBN 978-3517084756

  • Dr. Sandra Cabot: Das Leber-Reinigungs-Programm. So verbessern Sie Ihre Leberwerte und entgiften Sie Ihren Körper. München (Goldmann Mosaik Taschenbuch) 1999, ISBN 978-3-442-16242-0
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