Für die einen ist Homöopathie Humbug, für die anderen der beste Behandlungsansatz überhaupt. Fest steht, dass die Methode so gut wie nie schadet und sogar bei Tieren Trumpf ist. Ihre Wirkung indes hängt von der richtigen Einnahme ab.
Der Mannschaftsarzt des FC Bayern, Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, schwört bei Verletzungen seiner Spieler auf Homöopathie, und auch bei der Mehrzahl der Deutschen ist diese alternative Heilmethode sehr beliebt. Denn statt ein lästiges Symptom nur zu unterdrücken und dabei noch gefährliche Nebenwirkungen mit sich zu bringen, versprechen die Tropfen, Tabletten und Globuli sanfte Hilfe zur Selbsthilfe. Sie stärken die körpereigenen Abwehrkräfte und bauen so indirekt einen unsichtbaren Schutzschild gegen Krankheiten auf. Doch damit das auch funktioniert, sollte man bei der Einnahme einiges beachten.
Damit dieser Vorgang optimal gelingt, sollte der Speichel möglichst „sauber“ und frei von fremden Stoffen sein. Vor und nach der Einnahme sollte man daher etwa 15 Minuten weder essen noch trinken. Besonders schlecht wirken sich Kaffee und Alkohol aus. Aber auch stark zucker- oder säurehaltige Getränke sind Gift für die Mundflora und erschweren die Aufnahme der Wirkstoffe.
Umrühren sollte man das Ganze aber nicht mit einem Löffel aus Metall, sondern aus Plastik oder Porzellan. Sonst gehen die Wirkstoffe eine ungünstige Verbindung ein. Negative Wechselwirkungen kann es auch geben, wenn man gleichzeitig andere, synthetische Medikamente einnimmt. Aber auch in Eigenregie mehrere Homöopathika zur selben Zeit anzuwenden, ist nicht zu empfehlen, da das deren Wirkung mindern kann. Nach drei bis sechs Wochen sollte man eine Behandlungspause einlegen.
Mundschleimhaut schützen
Die homöopathischen Substanzen sind bei Tabletten in Milchzucker, bei Globuli in Einfachzucker (Saccharose) und bei Tropfen in Alkohol „verpackt“. Sie alle sollen über die Mundschleimhaut in den Blutkreislauf gelangen. Deshalb lässt man sie im Mund, unter der Zunge oder in der Wangentasche langsam zergehen. Der Speichel, der die Mundhöhle feucht hält, spielt deshalb eine große Rolle. Er löst die wirksamen Bestandteile aus ihrer Umhüllung heraus.Damit dieser Vorgang optimal gelingt, sollte der Speichel möglichst „sauber“ und frei von fremden Stoffen sein. Vor und nach der Einnahme sollte man daher etwa 15 Minuten weder essen noch trinken. Besonders schlecht wirken sich Kaffee und Alkohol aus. Aber auch stark zucker- oder säurehaltige Getränke sind Gift für die Mundflora und erschweren die Aufnahme der Wirkstoffe.
Ätherische Öle meiden
Rauchen kann die Aufnahme und damit die Wirksamkeit der Medizin ebenso schwächen. So macht Nikotin den Speichel zähflüssig und weniger aktiv. Ätherische Öle in Zahncremes, wie Menthol, Eukalyptus oder Kampfer können die Wirkung der homöopathischen Mittel sogar ganz aufheben. Auch Tees mit Heilkräutern und Gewürze, die ätherische Öle enthalten, wie etwa Kamille und Pfefferminze, Kardamom und Majoran, sollte man während der Behandlung meiden. Generell ist eine normale, gute Mundhygiene allerdings sinnvoll, damit die hier immer vorhandenen Bakterien nicht überhand nehmen.Aufnahme beschleunigen
Bei plötzlichen, akuten Beschwerden kann man die Aufnahme der homöopathischen Mittel über die Mundschleimhaut durch die „Wasserglasmethode“ beschleunigen. Dafür jeweils fünf Globuli oder Tabletten in einem Glas stillem Wasser auflösen und alle drei bis 15 Minuten einen Schluck davon nehmen. Wichtig: Diesen eine Weile im Mund behalten, bevor man ihn trinkt.Umrühren sollte man das Ganze aber nicht mit einem Löffel aus Metall, sondern aus Plastik oder Porzellan. Sonst gehen die Wirkstoffe eine ungünstige Verbindung ein. Negative Wechselwirkungen kann es auch geben, wenn man gleichzeitig andere, synthetische Medikamente einnimmt. Aber auch in Eigenregie mehrere Homöopathika zur selben Zeit anzuwenden, ist nicht zu empfehlen, da das deren Wirkung mindern kann. Nach drei bis sechs Wochen sollte man eine Behandlungspause einlegen.
Bedingungen beachten
Unterstützen kann man die homöopathische Behandlung durch ein optimales, das Immunsystem stärkendes Umfeld. Dazu gehören eine gesunde, frische und vitaminreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung und genug Schlaf. Lärm und Stress sollte man möglichst meiden. Schwangere und Stillende sollten aber von einer Einnahme in Eigenregie ganz absehen und immer vorher eine/-n Homöopathin/-en konsultieren.Buchtipp
- Steffen Rabe, Ulf Riker, Beate Vollmer: Wickel, Tees und Globuli – Naturheilverfahren während der homöopathischen Behandlung, Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte, Bonn, Dezember 2006 (vergriffen/Neuauflage für 2010 geplant), 124 Seiten, ISBN 978-3-939749-01-1
- Ulf Riker: Homöopathie – Leitfaden für Ihre erfolgreiche Behandlung
DZVhÄ, Bonn, Oktober 2006, 96 Seiten, ISBN 978-3-939749-00-4 - Anja Maria Engelsing: Homöopathie ganz weiblich. Die sanfte Methode für umfassendes Wohlbefinden, Haug Verlag 1. Auflage 2008, ISBN 978-3830422600
Produktinfo
Es gibt homöopathieverträgliche Zahncremes, beispielsweise:- elmex homöopathieverträglich
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