Gaben aus Neptuns Reich
Mareen Friedrich - Fotolia
 
Gesundheit aus dem Meer

Salz, Algen, Fisch – die Meere bieten wahre Schätze für unsere Gesundheit! Sie liefern lebenswichtige Nährstoffe und bereichern unseren Speiseplan. Allerdings nur, wenn wir die Natur auch schätzen und bewusst darauf achten, was wir kaufen.

Salz – das weiße Gold

Früher war Salz fast unbezahlbar und wurde daher als „weißes Gold“ bezeichnet. Das liegt wohl daran, dass das Natriumchlorid lebenswichtig für uns Menschen ist. Es sorgt für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt und hat somit auch einen großen Einfluss auf Muskeln, Nerven und Verdauung.

In Meersalz stecken zudem gesunde Mineralien wie Kalium, Magnesium und Mangan. Die Mengen sind zwar nicht groß, aber die Zusammensetzung aus 80 Elementen entspricht dem in unserem Organismus. Anders als man oft denkt, ist der Jodgehalt dagegen nur gering.

Aber Vorsicht: Die Bezeichnung 'Meersalz' alleine sagt noch nichts über die Inhaltsstoffe aus. Die meisten Meersalze kommen aufgrund von Fertigungsprozessen gewaschen auf den Markt. Das hat zwar den Vorteil, dass damit auch Giftstoffe rausgewaschen werden, mit denen Meerwasser verunreinigt sein kann. Auf der anderen Seite werden damit aber auch die wertvollen Mineralien herausgespült. Daher lohnt sich der Griff zu einem hochwertigem Meersalz in Bio-Qualität. Denn darin sind keine Rieselhilfen, Bleichmittel und Geschmacksverstärker versteckt, dafür aber noch natürliche Mineralien enthalten.

Wichtig ist neben der Art des Salzes auch das richtige Maß. Wer viel Sport treibt oder in einem heißen Land lebt und somit viel schwitzt, hat beispielsweise einen erhöhten Bedarf. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in den Industrieländern insgesamt zu viel Salz zu uns nehmen. Damit ist nicht das Salz gemeint, dass wir selbst aufs Essen streuen, sondern versteckte Salze in zahlreichen Fertigprodukten sowie in  Wurst, Käse und Brot.

Algen – die grüne Kraft


In Asien haben Algen eine lange Tradition als wertvolles Lebensmittel. Dagegen gehen in Deutschland die Meinungen weit auseinander: Die einen sehen Algen als echtes Wundermittel an, andere warnen sogar davor. Was stimmt den nun?

Dazu muss man erstmal wissen, dass weltweit etwa 80.000 Algenarten bekannt sind, die je nach Sorte und zahlreichen Umweltfaktoren unterschiedlich zusammen gesetzt sein können. Daher rufen sie auch ganz verschiedene Wirkungen in unserem Organismus hervor.

Was wir uns meist unter „Algen“ vorstellen, sind die Makroalgen, also Meerespflanzen. Das sind z.B. die Rotalge Nori, die wir von den Maki-Sushi kennen, die Braunalge Wakame, die in Japan ebenfalls als Delikatesse auf dem Teller landet oder die Grünalge Lattich, die z.B. in Frankreich gerne als Salat gegessen wird.

Solche Sorten gelten in asiatischen Ländern als gute Alternative zu Gemüse, das in vielen Regionen nur schwer angebaut werden kann. Die Algen sind auch beliebt, weil sie ein ballaststoffreiches und fettarmes Lebensmittel sind. Außerdem enthalten sie Mineralstoffe, Spurenelemente, ungesättigte Fettsäuren und Beta-Carotine.

Dennoch warnen Experten davor, zu große Mengen an Speisealgen zu verzehren, weil sie zum Teil sehr hohe Jodmengen enthalten. Gerade weil wir in Deutschland eher zu einem Jodmangel neigen, kann eine plötzliche Überdosierung sich negativ auswirken, z.B. durch Störungen der Schilddrüse. Für Sushi-Fans wird jedoch Entwarnung gegeben, weil in den Nori-Blättern nur geringe Mengen an Jod stecken.  
 
Es gibt aber auch Mikroalgen, so genannten Blaualgen, die frei im Wasser schweben und in Wirklichkeit Bakterien sind, die aus einer oder mehreren Zellen bestehen. Diese 'Uralgen' sind in zahlreichen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten. Die bekanntesten sind Spirulina und Chlorella.

Diese sind leicht verdaulich, haben einen hohen Gehalt an Eiweiß und essentiellen Aminosäuren sowie sekundären Pflanzenstoffen, Beta-Karotin, Vitamine B und E, Kalzium, Eisen und Magnesium.

Chlorella, das zum Großteil aus Chlorophyll besteht, wird in der alternativen Medizin oft für blut- und gewebereinigende Kuren (z.B. zur Ausleitung von Schwermetallen) verwendet. Spirulina wird sogar eine positive Wirkung auf viele Krankheiten zugesprochen – von Herpes bis Krebs. Da es keine aussagekräftigen Studien gibt, ist es allerdings nicht als Arzneimittel zugelassen. Da Proben mit Giftstoffen gefunden wurden, lohnt sich auch hier der Griff zur Bio-Variante, bei der die 'Uralgen' in sauberem Trinkwasser, ohne Kunstdünger, tierische Produkte und weitere Zusätze gezüchtet werden.

Was viele nicht wissen ist, dass Algen auch unbemerkt auf unseren Tellern landen. Denn sie sind in zahlreichen Fertigprodukten als Verdickungsmittel enthalten, z.B. in Saucen, Eis und Gelee. Auch in Zahnpasta und Medikamenten können sich Bestandteile verstecken. Das bekannteste Algenprodukt ist wohl Carageen, das in Verdacht steht, Allergien auszulösen und Geschwüre hervorzurufen.

Fisch – das Wunder der Meere


Fische sind wohl das wahre Wunder der Meere. Im Laufe von mehreren Millionen Jahren haben sich etwa 25.000 Arten entwickelt. Viele davon dienten schon zahlreichen Völkern als Lebensgrundlage. Das kommt daher, dass See- und Süßwasserfische zu einem Großteil aus lebenswichtigen Proteinen (Eiweißen) bestehen, aber auch Vitamine und Mineralstoffe wie Jod enthalten sowie Omega3-Fettsäuren, die viele Jahre als sehr gesund angepriesen wurden. Doch auch hier gilt: Fisch ist nicht gleich Fisch! Experten warnen zum Beispiel vor Fisch aus Aquakulturen, weil darin Schadstoffe gefunden wurden.

Gesund kann auch immer nur das sein, was in Maßen (nicht in Massen) verzehrt wird. Statt täglich Fischstäbchen und Tiefkühllachs in Sahnesauce zu essen, lohnt es sich einmal pro Woche einen hochwertigen Fisch zu kaufen und schonend zuzubereiten. Von einem übermäßigen Verzehr von Fisch bzw. tierischen Omega-3-Fettsäuren wird dagegen abgerate, da eine Überdosis das Immunsystem schwächen sowie zu Übergewicht und erhöhtem Blutdruck führen kann.

Wer sich bewusst macht, dass Fische Lebewesen sind, wird auch verstehen können, dass sie uns nur dann gesunde Nährstoffe liefern, wenn sie frei und ohne künstliche Zusätze gewachsen und unter möglichst schonenden Bedingungen gefangen wurde.
Um dafür zu sorgen, dass Fisch weiterhin als wertvoller Energielieferant zur Verfügung steht, ist es zudem wichtig zu nachhaltig gefischten Sorten zu greifen. Halten Sie am besten nach dem MSC-Siegel Ausschau. Eine gute Übersicht, welche Fischarten bereits überfischt bzw. welche noch mit gutem Gewissen gekauft werden können, bietet auch der Fischratgeber von Greenpeace.
Tipps für Vegetarier

Immer mehr Menschen haben ethische Bedenken und möchten sich vegetarisch ernähren. Dabei wird Fisch oft als Kompromiss für Fleisch gesehen. Das liegt wohl daran, dass im Westen Fischen ''weniger Seele' zugeschrieben wird als Kühen oder Schweinen. In anderen Ländern, beispielsweise in Tibet, wird das ganz anders gesehen. Dort sagt man, dass es besser ist ein großes Tier zu töten, von dem viele Menschen satt werden, als viele kleine Tiere, wie Fische oder Krabben.

Die Frage ist nun, ob man Proteine und Omega-3-Fettsäuren auch ohne den wertvollen Fisch in ausreichenden Mengen zu sich nehmen kann. Ja, das geht! Eiweiß kann man hervorragend mit Hülsenfrüchten wie Linsen oder Mungbohnen aufnehmen. Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren stecken – zwar in kleineren Mengen, aber doch ausreichend – in vielen pflanzlichen Ölen sowie in Obst und Gemüse.
Mehr Tipps für Vegetarier: www.vebu.de/gesundheit

Kommentare (0)

Bitte Kommentar schreiben

Für diese Aktion müssen Sie sich einloggen. Die Anmeldung bei Yilangi ist schnell, unkompliziert und kostenlos. Sie benötigen lediglich Ihre E-Mail sowie ein Passwort und schon geht es los.

Letzte Kommentare

  • Das Atemwochenende im Antoniushof Anfang März hat uns allen richtig ATEMLUST gemacht. Und Anette Sanladerer-Lorenz hat uns mit ihrer...

    Magdalena Unger

    23. März, 2012 |

  • Es strömt einfach viel zu viel auf uns ein. Keiner kann mehr sagen: STOPP !
    Denn dann ist man nicht dabei... und das geht nicht. Ich...

    Tanja Egginger

    22. November, 2010 |

  • Zu diesem Thema kann ich folgenden Reise-Anbieter weiterempfehlen:
    http://www.neuewege.com/
    Ich habe bereits 3 x eine Reise dort...

    Cornelia Becker

    19. August, 2010 |

  • Die Wirkung von Jin Shin Jyutsu kann ich nur bestätigen: Fast jeden Tag halte ich einen oder alle Finger, um den Körper und die Organe...

    Ulrike Holtzem

    13. August, 2010 |

  • Ich wende die Mudras regelmäßig an. Besonders das Bhramara-Mudra hat mir schon sehr bei Erkältungen und anderen Beschwerden geholfen!...

    Ulrike Holtzem

    13. August, 2010 |