Frische Kräuter sind eine Wohltat für den Gaumen und die Gesundheit. Auch wer keinen Garten hat, muss darauf nicht verzichten. Viele Kräuter gedeihen auch auf der Fensterbank oder auf dem Balkon.
Basilikum, Borretsch, Dill, Oregano, Koriander, Kerbel, Kresse, Liebstöckel, Majoran, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Zitronenmelisse und Thymian sind geeignet für den Kräutergarten aus dem Blumentopf. Sie verfeinern nicht nur viele Gerichte, sondern liefern auch wertvolle Vitamine und heilwirksame Inhaltsstoffe. Und sie sehen dekorativ aus. Damit der Küchengarten im Miniformat auch gut wächst, gilt es ein paar Dinge zu beachten.
Mehrjährige Kräuter sind eine winterliche Ruhepause gewöhnt. In warmen Innenräumen treiben sie oft unnatürlich stark aus und werden von Schädlingen befallen. Deshalb sollte für diese Kandidaten ein kühler, aber heller Überwinterungsplatz zur Verfügung stehen.
Pralle Sonne und Aufheizung hinter der Scheibe vertragen die wenigsten Kräuter. Doch alle lieben den Freigang im Sommer - auf dem Balkon oder dem Fensterbrett. Hier bekommen sie mehr Licht und gedeihen an der frischen Luft auch besser.
In diesem Fall fasst man die Pflanzen entsprechend ihrem Bedürfnis nach Wasser und Licht in einem Gefäß zusammen. Gute Partner sind die mediterranen Gewürzkräuter: Rosmarin, Thymian, Salbei, Oregano und Majoran benötigen einen mageren, wenig gedüngten Boden, viel Sonne und wenig Wasser. Da sich Rosmarin und Salbei gerne den Platz streitig machen, sind diese beiden besser in getrennten Töpfen aufgehoben. Viel Wasser, einen hellen Platz ohne pralle Sonne bevorzugen Basilikum, Kerbel, Koriander, Petersilie und Dill. Schnittlauch will nicht zu nass gehalten werden. Stark wachsende Kräuter wie Liebstöckel, Melisse und Estragon brauchen viel Platz und sollten besser einzeln stehen.
Die Aufzucht aus Samen erfordert mehr Aufmerksamkeit und Kenntnisse, aber es macht natürlich auch Spaß, eine Pflanze vom Samenkorn bis zum ausgewachsenen Kräuterstöckchen zu begleiten. Die Sämlinge müssen bald nach der Keimung auseinander gepflanzt werden. Dieses „Pikieren“ genannte Verfahren erfordert Geduld und vorsichtige Finger. Einfacher ist es, Kräuter anzusäen, die nicht vereinzelt werden müssen: Bei Schnittlauch, Dill, Kresse und als Sprossen gezogener Rauke kann man darauf verzichten. Bei anderen zur Ansaat geeigneten Kräutern wie Oregano, Kerbel, Petersilie, Koriander oder Basilikum sollte man darauf achten, dass die Samen in lockerem Abstand gesät werden. Neuerdings gibt es auch so genannte Saatscheiben zu kaufen: Auf biologisch abbaubarem Vliespapier liegen die Saatkörner genau im richtigen Abstand – eine prima Idee!
Kräuter wie Basilikum, Bohnenkraut, Oregano, Estragon, Majoran, Thymian und Zitronenmelisse sind Lichtkeimer. Ihre Samen darf man nicht mit Erde bedecken. Sie werden nur aufgestreut und dann leicht angedrückt.
Damit die angesäten Kräuter kräftig und dicht werden, entfernt man bei buschig wachsenden Arten den Mitteltrieb. Die Pflanzen verzweigen sich dann besser. Man beginnt damit, wenn etwa drei bis vier Blattetagen entwickelt sind.
Wichtig ist ein guter Wasserabfluss, denn Kräuter mögen keine nassen Füße. Gut ist es, den Boden der Pflanzgefäße mit Tonscherben oder Blähton auszulegen. Beide speichern Feuchtigkeit, führen überflüssige Nässe ab und regen so zu einer kräftigen Wurzelbildung an.
Gießen sollte man Kräuter mäßig, aber regelmäßig. Wartet man, bis sie schlapp sind, verbrauchen sie viel Energie, um wieder zu Kräften zu kommen. Dennoch wird häufig eher zu viel gegossen. Den Wasserbedarf kann man leicht prüfen, indem man einen Finger in die Erde steckt – ist sie unter der Decke noch feucht, braucht noch nicht nachgegossen werden.
Petersilie wirkt durch ihren enormen Gehalt an Kalium und Vitamin C entzündungshemmend, appetitanregend, stoffwechselfördernd und krampflösend. Thymian enthält Gerbstoffe, Flavonoide und das ätherische Öl Thymol – es hilft bei Erkältung, Bronchitis und Infekten von Magen, Darm und Niere. Der Salbei vertreibt als Gurgelmittel Halsschmerzen und hemmt als Tee die Schweißproduktion.
Petersilie gibt es als krause und glattblättrige Art. Letztere ist aromatischer, vor allem die Sorte „Laura“. Besonders gut für Topfkultur geeignet ist Schnittlauch „Twiggy“ mit seinen standfesten Röhren. Der nur 30 Zentimeter hohe, kompakt wachsende Dill „Delikat“ schmeckt so, wie er heißt, und bewährt sich bestens im (Blumen-)Topf. Beim Basilikum werden grün-, rot- und buntlaubige Arten in vielen Geschmacksrichtungen angeboten. Genoveser Basilikum „Aton“ ist der typische großblättrige Begleiter zu Tomate und Mozzarella. Süß-frisches Zitronenbasilikum verfeinert Eiscreme. Thaibasilikum „Thai magic“ besticht durch sein attraktives Laub, die pink-violetten Blüten und den süßlich-würzigen Anisgeschmack.
Salatrauke (Rucola) ist ein wenig eigensinnig auf der Fensterbank. Sie eignet sich vor allem für Sprossenanzucht – wie Kresse kann man sie in Saatschalen in wenigen Tagen ziehen. Die Würzrauke „Juno“ hingegen entwickelt ihren nussig-pikanten Geschmack auch bei Topfkultur.
Drinnen oder draußen?
Einjährige Kräuter gedeihen in Innenräumen meist gut. Sind sie abgeerntet, zieht man sie einfach erneut aus Samen an, unabhängig von der Jahreszeit. Bekannt hierfür ist die Gartenkresse. Aber auch Basilikum, Dill, Kerbel, Koriander und Petersilie eignen sich gut.Mehrjährige Kräuter sind eine winterliche Ruhepause gewöhnt. In warmen Innenräumen treiben sie oft unnatürlich stark aus und werden von Schädlingen befallen. Deshalb sollte für diese Kandidaten ein kühler, aber heller Überwinterungsplatz zur Verfügung stehen.
Pralle Sonne und Aufheizung hinter der Scheibe vertragen die wenigsten Kräuter. Doch alle lieben den Freigang im Sommer - auf dem Balkon oder dem Fensterbrett. Hier bekommen sie mehr Licht und gedeihen an der frischen Luft auch besser.
Wer passt zu wem?
Der Kräutergarten auf der Fensterbank kann aus vielen Einzeltöpfen bestehen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn man unverträgliche Partner mit unterschiedlichen Licht-, Nährstoff- oder Feuchtigkeitswünschen gleichzeitig bereitstellen möchte. Kräuter mit ähnlichen Ansprüchen kann man auch in gemeinsame Behälter pflanzen.In diesem Fall fasst man die Pflanzen entsprechend ihrem Bedürfnis nach Wasser und Licht in einem Gefäß zusammen. Gute Partner sind die mediterranen Gewürzkräuter: Rosmarin, Thymian, Salbei, Oregano und Majoran benötigen einen mageren, wenig gedüngten Boden, viel Sonne und wenig Wasser. Da sich Rosmarin und Salbei gerne den Platz streitig machen, sind diese beiden besser in getrennten Töpfen aufgehoben. Viel Wasser, einen hellen Platz ohne pralle Sonne bevorzugen Basilikum, Kerbel, Koriander, Petersilie und Dill. Schnittlauch will nicht zu nass gehalten werden. Stark wachsende Kräuter wie Liebstöckel, Melisse und Estragon brauchen viel Platz und sollten besser einzeln stehen.
Säen oder fertig kaufen?
Fertige Pflanzen aus der Gärtnerei haben einen Wachstumsvorsprung – sie sind geeignet für Ungeduldige, die ihren Kräutergarten sofort nutzen wollen. Manche Kräuter wie z. B. Rosmarin und Petersilie keimen schwer, andere sind besonders empfindlich im Jungstadium. Beim starkwüchsigen Liebstöckl reicht eine Pflanze, warum also fünfzig ansäen? Sortenechte Pfefferminze und französischer Estragon lassen sich erst gar nicht durch Samen vermehren. Gerade die mehrjährigen Würzsträucher entfalten ihren Geschmack oft erst im zweiten Jahr. Solche Kräuter sollte man vorgezogen kaufen. Wichtig ist es, die Pflanzen sofort nach dem Kauf in größere Gefäße umzutopfen. Die meisten gängigen Kräuter gibt es mittlerweile auch in Bio-Qualität. Hier weiß man, was drin bzw. nicht drin ist.Die Aufzucht aus Samen erfordert mehr Aufmerksamkeit und Kenntnisse, aber es macht natürlich auch Spaß, eine Pflanze vom Samenkorn bis zum ausgewachsenen Kräuterstöckchen zu begleiten. Die Sämlinge müssen bald nach der Keimung auseinander gepflanzt werden. Dieses „Pikieren“ genannte Verfahren erfordert Geduld und vorsichtige Finger. Einfacher ist es, Kräuter anzusäen, die nicht vereinzelt werden müssen: Bei Schnittlauch, Dill, Kresse und als Sprossen gezogener Rauke kann man darauf verzichten. Bei anderen zur Ansaat geeigneten Kräutern wie Oregano, Kerbel, Petersilie, Koriander oder Basilikum sollte man darauf achten, dass die Samen in lockerem Abstand gesät werden. Neuerdings gibt es auch so genannte Saatscheiben zu kaufen: Auf biologisch abbaubarem Vliespapier liegen die Saatkörner genau im richtigen Abstand – eine prima Idee!
Aus Samen ziehen
Zur Ansaat sollte man spezielle Ansaaterde benutzen. Sie ist feinkörniger als normale Blumenerde, und so können sich die zarten Sämlinge darin besser verankern. Samen keimen schneller, wenn man über die Töpfe eine Frischhaltefolie spannt, die man mit einer Nadel mehrfach durchsticht. Sie sorgt für ein gleichmäßig warm-feuchtes Gewächshausklima, und die Erde trocknet nicht so schnell aus. Bei der Anzucht sollte man für jede Art ein eigenes Gefäß verwenden. Manche Samen keimen nämlich schneller als andere, für sie heißt es dann: Haube abnehmen und Luft hineinlassen.Kräuter wie Basilikum, Bohnenkraut, Oregano, Estragon, Majoran, Thymian und Zitronenmelisse sind Lichtkeimer. Ihre Samen darf man nicht mit Erde bedecken. Sie werden nur aufgestreut und dann leicht angedrückt.
Damit die angesäten Kräuter kräftig und dicht werden, entfernt man bei buschig wachsenden Arten den Mitteltrieb. Die Pflanzen verzweigen sich dann besser. Man beginnt damit, wenn etwa drei bis vier Blattetagen entwickelt sind.
Erde und Wasser
Sind die Pflanzen groß genug, können sie in Sammelgefäße umgepflanzt werden. Dafür kann man normale Blumenerde oder spezielle Kräutererde verwenden. Für mediterrane Kräuter wird das Substrat durch Mischung mit feinem Kiessand ausgemagert.Wichtig ist ein guter Wasserabfluss, denn Kräuter mögen keine nassen Füße. Gut ist es, den Boden der Pflanzgefäße mit Tonscherben oder Blähton auszulegen. Beide speichern Feuchtigkeit, führen überflüssige Nässe ab und regen so zu einer kräftigen Wurzelbildung an.
Gießen sollte man Kräuter mäßig, aber regelmäßig. Wartet man, bis sie schlapp sind, verbrauchen sie viel Energie, um wieder zu Kräften zu kommen. Dennoch wird häufig eher zu viel gegossen. Den Wasserbedarf kann man leicht prüfen, indem man einen Finger in die Erde steckt – ist sie unter der Decke noch feucht, braucht noch nicht nachgegossen werden.
Gesundheitliche Aspekte
Frische Kräuter schmecken nicht nur gut. Viele ihrer Inhaltsstoffe wirken sich auch positiv auf die Gesundheit aus. Aromatische Würzkräuter wie Basilikum, Majoran und Oregano machen mit ihrem hohen Anteil an ätherischen Ölen viele Gerichte leichter verdaulich, beruhigen den Magen und regen den Appetit an. Basilikum enthält zudem viel Vitamin C, deshalb sollte es auch kalt genossen werden.Petersilie wirkt durch ihren enormen Gehalt an Kalium und Vitamin C entzündungshemmend, appetitanregend, stoffwechselfördernd und krampflösend. Thymian enthält Gerbstoffe, Flavonoide und das ätherische Öl Thymol – es hilft bei Erkältung, Bronchitis und Infekten von Magen, Darm und Niere. Der Salbei vertreibt als Gurgelmittel Halsschmerzen und hemmt als Tee die Schweißproduktion.
Sorten für die Fensterbank
Die Auswahl an Kräutersorten ist riesig. Da verliert man schnell den Überblick. Mit diesen Arten und Sorten macht man nichts falsch auf der Fensterbank:Petersilie gibt es als krause und glattblättrige Art. Letztere ist aromatischer, vor allem die Sorte „Laura“. Besonders gut für Topfkultur geeignet ist Schnittlauch „Twiggy“ mit seinen standfesten Röhren. Der nur 30 Zentimeter hohe, kompakt wachsende Dill „Delikat“ schmeckt so, wie er heißt, und bewährt sich bestens im (Blumen-)Topf. Beim Basilikum werden grün-, rot- und buntlaubige Arten in vielen Geschmacksrichtungen angeboten. Genoveser Basilikum „Aton“ ist der typische großblättrige Begleiter zu Tomate und Mozzarella. Süß-frisches Zitronenbasilikum verfeinert Eiscreme. Thaibasilikum „Thai magic“ besticht durch sein attraktives Laub, die pink-violetten Blüten und den süßlich-würzigen Anisgeschmack.
Salatrauke (Rucola) ist ein wenig eigensinnig auf der Fensterbank. Sie eignet sich vor allem für Sprossenanzucht – wie Kresse kann man sie in Saatschalen in wenigen Tagen ziehen. Die Würzrauke „Juno“ hingegen entwickelt ihren nussig-pikanten Geschmack auch bei Topfkultur.
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