Elfenurlaub am Schluchsee
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Wasser, Blüten, Edelsteine

Im heißen Sommer spendet der Schwarzwald mit seinen Fichten kühlen Schatten. Wer dazu nach Entspannung, Bewegung und innerer Einkehr sucht, ist im „Auerhahn“ richtig. Das Hotel am schönen Schluchsee schlägt mit Wasser-Wellness, Holunderblüten-Kosmetik, Basenkur und Edelsteinelixieren einen alternativen Weg zur Gesundheit ein. Autorin Bianca Lorenz hat sich vor Ort verwöhnen lassen.
Ich schwebe. Federleicht und reglos lasse ich mich auf dem Rücken treiben. Schaukle auf der Wasseroberfläche dahin, ruhig und gelassen. Nur in meinen Ohren gurgelt es. Durch die Glaskuppel über mir sehe ich Wattewolken am blauen Himmel ziehen. Fühlt man sich so im Paradies? Egal! Fest steht, dass ich es mir so vorstelle. Und das ist alles, was in diesem Moment zählt.
Endlich bin angekommen. An einem Ort, der mich beschützt, vor den Problemen da draußen, vor der Hatz und den Fragen des Lebens. Hier bin ich ich und darf es sein. Gestern und morgen sind ferne Begriffe. Ich lasse mich ein auf das Jetzt. Und das tut mir und meinem Puls ungemein gut. 

Wasser – innen und außen

Die Welt des Wassers ist die Welt des „Auerhahn“. Vor dem Vier-Sterne-Spa glitzert der Schluchsee mit seinen weißen Segelboten. Und auch im Haus trifft man das wunderbarste Geschenk der Erde auf Schritt und Tritt. Plätschernde Brunnen, bauchige Wasserballons, Saunaduschen, Sprudelwannen, Solebecken und der großzügige Swimmingpool – überall spielt das glasklare Nass die Hauptrolle.
„Alles ist aus dem Wasser entsprungen! Alles wird durch das Wasser erhalten“ – das wusste nicht nur Goethe. Das ist auch das Credo des Geschäftsführers dieser Oase – Ferdinand Thoma. Doch der gelernte Heilpraktiker geht noch zwei Schritte weiter: Für ihn ist Wasser nicht gleich Wasser. So wie es gut oder schlecht, richtig oder falsch gibt, unterscheidet er Wasser in positiv oder negativ informiertes. Thoma: „Indem wir natürliches Mineralwasser oder Trinkwasser mit Kohlensäure versetzen, machen wir aus einem einstmals guten, organischen Stoff einen anorganischen.“ Und das könne, so Thoma, in uns nichts Gutes bewirken. Es mag den Flüssigkeitsbedarf decken, doch hat es in Qualität und Struktur ein anderes Bild als die in uns strömenden 70 Prozent Wasser und macht den Körper so auf Dauer sauer.

Die Kraft der Edelsteine

Ferdinand Thoma will das ändern. Und so bietet er jedem Gast, sei es nun für zwei Tage oder zwei Wochen sein nanodynamisches Wasser an. Dazu „levitiert“ er frisches Bergquellwasser aus dem Schwarzwald in einem speziellem Gerät von Hacheney. Thoma: Dadurch erreicht das Wasser eine hundertfach größere Oberfläche als normal und kann positive Informationen besser aufnehmen und im Körper weitergeben. Positive Informationen kommen zum Beispiel von Edelsteinen, mit denen das zuvor „belebte“ Wasser bereichert. Amethyst, Bergkristall oder Saphir – 14 verschiedene Edelsteine entfalten dank ihrer Eigenschaften eine wohltuende Wirkung auf den Organismus. Je nach Tagesform wählt man eine bestimmte Farbe, die dann wiederum einem dieser Edelsteinelixiere entspricht. Das klingt für den Laien zunächst abenteuerlich. Doch die Kristallfotografien des Japaners Masaru Emoto oder die Dunkelfeldmikroskopien der Künstlerin Ruth Kübler belegen tatsächlich die Andersartigkeit des so „informierten“ Wassers in Struktur und Qualität.
Trinken kann man davon in den „heiligen Hallen“ des Hotels so viel man will: Auf dem Zimmer steht jeden Tag eine frische Flasche und auch im Restaurant „Bollenhut“, in der Snackbar oder im Spa-Bereich gibt es dieses Wunderwasser gratis dazu.

Der Weg der Wandlung

Und tatsächlich schmeckt das Wasser weicher als aus dem Hahn, komme ich als Trinkmuffel mühelos auf zwei Liter Wasser am Tag. Der erste Schritt zur Entschlackung! Doch die funktioniere nur richtig – so lerne ich hier – mit basenbildender Kost zur Seite: Dazu gehört neben dem Wasser vor allem Gemüse und Obst, wenig Fleisch und Tiermilcherzeugnisse. Und so findet man des Abends auf den üppigen Büffets im Bollenhut viel Salat und Gemüse in allen Variationen: roh oder gegrillt, gegart oder gedämpft. Morgens locken große Schüsseln mit frisch geschnittenen Früchten, Sojajoghurt und Hirsemilch weg von den Wurst- und Käseplatten, von Ham and Eggs, die es natürlich auch gibt. Fast alle Gaben sind bio und wenn möglich von lokalen Erzeugern! Geschmacksverstärker in Soßen und Suppen sind tabu. Sogar das Salz kommt unbehandelt aus den Bergstollen von Berchtesgaden oder Persien statt gebleicht aus industriellen Salinen. Und wer eine Glutenunverträglichkeit hat, bekommt hier auf Anfrage sogar Brot und Kuchen ohne das Klebereiweiß.

Habe ich daheim auch zwischen den Mahlzeiten oft gesnackt, schneidet mir hier das viele Wasser den Heißhunger ab. Dazu habe ich mir angewöhnt, nach jedem Essen eine halbe Stunde am See zu spazieren. Ein Fest für die Verdauung! Schon nach zwei Tagen kann ich die ersten Ergebnisse dieser neuen Lebensart auf der Waage ablesen. Die Pfunde schmelzen! Zur Sicherheit nehme ich morgens und abends noch einen Löffel Basenpulver aus Thomas „Hexenküche“.

Ganzheitlich gesünder

Gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung, dazu viele gute Gedanken, sprich positives Denken – dieses ganzheitliche Konzept des umtriebigen Geschäftsführers ist weiß Gott nicht neu. Doch hier wird es mit einer Überzeugung und Stringenz umgesetzt, wie man sie selten findet.
Allein der Blick auf das täglich frische Programm-Blatt macht klar, dass ich hier nicht nur für Brot und Bett, Wasser und Wellness zahle, sondern auch beim Thema Bewegung und Entspannung nicht im Regen stehen gelassen werde: Je nach Wochentag gibt es Nordic Walking-Touren, Aqua-Gymnastik Pilates, Yoga oder Progressive Muskelentspannung.

Im Augenwinkel registriere ich nagelneue Leihfahrräder vor der Tür, mit denen man von Frühjahr bis Herbst den Schluchsee umrunden kann. Auch die Segelschule ist nur einen Steinwurf entfernt. Doch mein Herz lässt das Wegenetz für Wanderer deutlich höher schlagen. Die Möglichkeiten, von hier aus den Schwarzwald zu erlaufen, sind schier unerschöpflich.

Am liebsten verkrieche ich mich bei der Hitze aber in den unteren Gängen des Auerhahns. Denn hier gibt es Kühle, Ruhe und Entspannung. Kosmetik und Massagen, Fitness-Raum, Sauna, Schwimmbad und Solebecken – ganze 2.000 Quadratmeter misst der Spa-Bereich des Hotels. Das Besondere auch hier: Wellness- und Kosmetik-Anwendungen mit Essenzen von  Fichtenschösslingen und Holunderblüten. Beide Schätze wachsen quasi vor der Tür und werden von Tausendsassa Thoma selbst geerntet und verarbeitet. Doch bevor ich mich mit Fichtennadelöl massieren und mein Gesicht mit Holunderblüten pflegen lassen, tauche ich noch einmal ab: in den Schoß der hauseigenen Solegrotte. Ich lasse mich auf dem Rücken liegend bei Schummerlicht und klassischer Musik durchs Salzwasser treiben. Ach, könnte ich doch nur die Zeit anhalten!
Tipp
See und Hotel trennt nur die B 500. Die Zimmer zum Wald sind deshalb ruhiger als die mit Blick zum Schluchsee. Andererseits sind die Fenster hier schalldicht und der Blick auf den See einmalig!
Weiterführende Links
  • Hotel Auerhahn
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